

KINDERVORSORGE
Der längste Anlagehorizont, den es gibt.
Wer für ein Kind anlegt, hat Zeit auf seiner Seite – oft 18 Jahre und mehr.
Entscheidend ist, wem das Vermögen gehört, wie es versteuert wird und wer später darüber verfügt.
VERMÖGEN FÜR KINDER
Wem das Geld gehört, entscheidet über alles Weitere
Für Kinder vorzusorgen heißt: absichern und Vermögen aufbauen. Nicht jeder Baustein ist in jeder Familie nötig. Geprüft werden sollte aber jeder – im Rahmen dessen, was Ihr Budget erlaubt.
Meine sechs Bausteine
Kinderinvaliditätsschutz: der wichtigste Vertrag für das Kind selbst, weil er auch bei Invalidität durch Krankheit leistet – der weitaus häufigeren Ursache.
Langfristiges Sparen für Studium, Ausbildung und Führerschein: breit gestreute Aktienfonds oder ETFs. 50 Euro im Monat ergeben über 18 Jahre bei 6 Prozent Rendite rund 19.000 Euro aus 10.800 Euro Einzahlungen.
Kurzfristiges Sparen: der Grundstein des Vermögens, schwankungsarm und jederzeit verfügbar.
Krankenzusatz: übernimmt, was die gesetzliche Kasse nur teilweise zahlt, etwa Kieferorthopädie oder Sehhilfen.
Unfallschutz: schützt rund um die Uhr – die gesetzliche Unfallversicherung nur in Kita, Schule und auf dem Weg dorthin.
Optionstarif: sichert den heutigen Gesundheitszustand für einen späteren Wechsel in die private Krankenversicherung.
Depot auf das Kind oder auf die Eltern?
Auf das Kind: eigener Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro und eigener Grundfreibetrag von 12.348 Euro (2026). Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung bleiben auch höhere Erträge steuerfrei. Achtung: Einkünfte über 565 Euro im Monat beenden die beitragsfreie Familienversicherung. Mit dem 18. Geburtstag verfügt das Kind frei über das Vermögen.
Auf die Eltern: volle Kontrolle über Zeitpunkt und Zweck, die Erträge werden aber Ihnen zugerechnet. Eine spätere Übertragung ist eine Schenkung – steuerfrei bis 400.000 Euro je Elternteil und Kind alle zehn Jahre.
Staatliche Förderung nutzen
Bausparen ab 16: 10 Prozent Wohnungsbauprämie auf bis zu 700 Euro im Jahr, bei einem zu versteuernden Einkommen bis 35.000 Euro. Bei Abschluss vor dem 25. Geburtstag nach sieben Jahren frei verfügbar.
Frühstart-Rente (geplant): 10 Euro monatlich vom Staat vom 6. bis zum 18. Lebensjahr, ab Jahrgang 2020. Das Gesetz liegt im Bundestag, der Start ist für 2027 vorgesehen.
Der wichtigste Schutz ist oft der der Eltern. Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung sichern, dass Ausbildung und Lebensstandard finanziert bleiben, wenn ein Einkommen wegfällt. Eine frühe Schüler-BU sichert dem Kind zudem einen günstigen Einstieg in den späteren Berufsunfähigkeitsschutz. Kinderpolicen mit langen Laufzeiten und hohen Kosten sind dagegen selten die beste Lösung.
Bei größerem Vermögen gehört die Kindervorsorge in die Nachfolgeplanung: Frühe Schenkungen nutzen Freibeträge mehrfach, und der Wertzuwachs entsteht bereits im Vermögen der nächsten Generation.
Sechs Bausteine klingen nach viel. Deshalb schauen wir gemeinsam, was davon im Rahmen Ihrer Möglichkeiten sinnvoll ist – und in welcher Reihenfolge.
Vorsorge für Kinder
Die Vorsorge für Kinder berührt diese Themen:
Eigentum klären. Früh beginnen. Eltern absichern.
„Das wertvollste Kapital der Kindervorsorge ist Zeit. Das zweitwertvollste eine klare Eigentumsregel.“

