

MODERNISIERUNG & SANIERUNG
Eine Immobilie ist nie fertig.
Dach, Fassade, Heizung: Große Investitionen kommen sicher – offen ist nur, wann und wie gut vorbereitet.
Mit der richtigen Reihenfolge aus Förderung, Steuer und Finanzierung wird aus einer Pflicht eine Wertsteigerung.
INVESTIEREN IN DEN BESTAND
Förderung, Steuer und Finanzierung in der richtigen Reihenfolge
Die meisten Sanierungen scheitern nicht an der Technik, sondern an der Reihenfolge. Zuschüsse von KfW und BAFA müssen vor Beginn des Vorhabens beantragt werden. Wer erst beauftragt und dann fragt, hat die Förderung häufig verloren.
1. Der Plan
Ein individueller Sanierungsfahrplan eines Energieberaters legt Maßnahmen und Reihenfolge fest.
Er verdoppelt bei Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle die förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit auf 60.000 Euro und kann einen Bonus von 5 Prozent auslösen.
2. Die Förderung (2026 neu geordnet)
Das Gebäudeenergiegesetz ist durch das Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt; die 65-Prozent-Pflicht beim Heizungstausch ist entfallen.
KfW-Heizungsförderung: ab 30 Prozent, für selbst nutzende Eigentümer mit Boni bis 70 Prozent; der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt ab 2027 schrittweise.
BAFA: 15 Prozent Grundförderung für Dämmung, Fenster und Türen.
Ergänzend zinsgünstige KfW-Kredite.
3. Die Steueralternative für Selbstnutzer
20 Prozent der Kosten, höchstens 40.000 Euro, verteilt über drei Jahre direkt von der Steuerschuld.
Nicht kombinierbar mit Zuschüssen – welche Variante günstiger ist, hängt von Maßnahme, Einkommen und Förderquote ab.
4. Vermietete Immobilien
Instandhaltung ist grundsätzlich sofort als Werbungskosten abziehbar; größere Aufwendungen lassen sich auf zwei bis fünf Jahre verteilen.
Vorsicht in den ersten drei Jahren nach Kauf: Über 15 Prozent des Gebäudekaufpreises zählen die Kosten nur noch über die Abschreibung.
5. Die Finanzierung
Rücklagen zuerst, Förderkredite vor Bankdarlehen.
Läuft eine Zinsbindung aus, lässt sich die Sanierung oft in die Anschlussfinanzierung integrieren.
Bei Eigentumswohnungen entscheidet die Gemeinschaft; ausreichende Erhaltungsrücklagen verhindern hohe Sonderumlagen.
Am Ende zählt das Ergebnis, nicht die Förderquote: geringere Energiekosten, ein höherer Marktwert und eine Immobilie, die auch in 20 Jahren vermietbar oder verkäuflich ist.
Sanierung im Zusammenhang
Die Modernisierung berührt diese Themen:
Fahrplan erstellen. Förderung sichern. Finanzierung abstimmen.
„Sanieren ist teuer. Ungeplant sanieren ist teurer.“

