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ANLAGEKLASSEN

Jede Anlageklasse hat eine Aufgabe.

Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold, Rohstoffe, Krypto: Jede Anlageklasse verhält sich anders – bei Inflation, in Krisen, über lange Zeiträume.

Ein Portfolio entsteht nicht aus den besten Einzelanlagen, sondern aus dem richtigen Zusammenspiel.

BAUSTEINE DES VERMÖGENS

Von der Liquidität bis zur Beimischung

Anlageklassen lassen sich nach ihrer Aufgabe ordnen. Diese Rangfolge bestimmt, in welcher Reihenfolge Vermögen aufgebaut wird.

Die Basis bildet Liquidität. Tagesgeld und Geldmarktanlagen sichern Handlungsfähigkeit für Notfälle und absehbare Ausgaben. Eine reale Rendite nach Steuern und Inflation erwirtschaften sie meist nicht.

Anleihen sind verliehenes Kapital mit festem Zins. Ihr Risiko hängt von zwei Größen ab: der Bonität des Schuldners und der Laufzeit. Steigen die Marktzinsen, fallen die Kurse bestehender Anleihen – umso stärker, je länger die Restlaufzeit. Hochwertige Anleihen stabilisieren ein Portfolio und liefern planbare Erträge, etwa für Entnahmen im Ruhestand.

Aktien sind Beteiligungen an Unternehmen und langfristig die renditestärkste liquide Anlageklasse. Der Preis dafür sind Schwankungen: Rückgänge von 30 bis 50 Prozent kommen in jedem Anlegerleben vor. Wer breit über Länder, Branchen und Unternehmensgrößen streut, hat historisch jede Krise überstanden – vorausgesetzt, er musste nicht zum falschen Zeitpunkt verkaufen.

Immobilien verbinden laufende Erträge mit Sachwertcharakter, binden aber viel Kapital, sind schwer teilbar und oft kreditfinanziert. Für viele Anleger sind sie bereits die größte Position im Vermögen und müssen bei der Aufteilung des übrigen Kapitals mitgedacht werden.

Gold wirft keinen laufenden Ertrag ab, hat sich aber in Krisen und bei Vertrauensverlust in Währungen oft als Stabilisator erwiesen. Physisches Gold und Goldwertpapiere mit Lieferanspruch sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, Anlagegold ist zudem umsatzsteuerfrei. Üblich ist eine Beimischung im einstelligen Prozentbereich.

Rohstoffe werden meist über Terminkontrakte abgebildet. Liegen die Preise späterer Kontrakte über dem aktuellen Preis, entstehen beim regelmäßigen Rollen Verluste – selbst wenn die Rohstoffpreise steigen. Als langfristige Anlage sind breite Rohstoffindizes deshalb schwieriger, als sie wirken.

Kryptowährungen sind die jüngste und schwankungsstärkste Anlageklasse, ohne laufenden Cashflow und mit hohem Totalverlustrisiko einzelner Werte. Wer investiert, sollte nur einen kleinen Anteil einsetzen, dessen vollständigen Verlust er verkraften kann. Gewinne sind derzeit nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei; die Bundesregierung plant jedoch, ab 2027 erworbene Kryptowerte der Abgeltungsteuer zu unterwerfen.

Entscheidend ist nicht, welche Anlageklasse gerade vorne liegt, sondern welche Aufgabe jede in Ihrem Vermögen übernimmt: Sicherheit, Ertrag, Wachstum oder Schutz. Daraus ergibt sich Ihre Asset Allocation.

Anlageklassen im Zusammenhang

Die Aufteilung des Vermögens berührt diese Themen:

Aufgaben definieren. Klassen gewichten. Disziplin halten.

„Diversifikation heißt nicht, alles zu besitzen. Sondern zu wissen, warum man etwas besitzt.“

Welche Aufgabe hat jede Anlage in Ihrem Vermögen?

Wir ordnen Ihr Vermögen nach Anlageklassen und prüfen, ob die Gewichtung zu Ihren Zielen und Ihrer Risikotragfähigkeit passt.

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