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NACHHALTIGE GELDANLAGE

Nachhaltig ist, was hält, was es verspricht.

Immer mehr Anleger wollen, dass ihr Vermögen zu ihren Werten passt. Doch nicht überall, wo Nachhaltigkeit draufsteht, ist sie auch drin.

Entscheidend ist, was ein Fonds tatsächlich ausschließt, misst und bewirkt.

ESG VERSTEHEN

Zwischen Anspruch und Etikett

Seit August 2022 muss jede Anlageberatung Ihre Nachhaltigkeitspräferenzen abfragen. Sie können festlegen, ob ein Mindestanteil in ökologisch nachhaltige Investitionen nach der EU-Taxonomie fließen soll, ob ein Mindestanteil nachhaltiger Investitionen nach der Offenlegungsverordnung gewünscht ist oder ob wesentliche nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen berücksichtigt werden sollen. Viele Anleger beantworten diese Fragen, ohne zu wissen, was dahinter steht.

Die Offenlegungsverordnung teilt Fonds heute in drei Gruppen. Artikel-6-Fonds verfolgen keine besonderen Nachhaltigkeitsmerkmale. Artikel-8-Fonds bewerben ökologische oder soziale Merkmale, etwa durch Ausschlüsse oder ESG-Ratings. Artikel-9-Fonds verfolgen ein ausdrückliches Nachhaltigkeitsziel. Die Einstufung nimmt die Fondsgesellschaft selbst vor. Sie ist eine Offenlegung, kein Gütesiegel.

Entsprechend groß sind die Unterschiede. Ein Fonds, der nur Waffenhersteller ausschließt, kann ebenso unter Artikel 8 fallen wie einer mit strengen Klimazielen. ESG-Ratings verschiedener Anbieter kommen für dasselbe Unternehmen oft zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Seit 2025 gelten strengere Regeln für Fondsnamen: Wer Begriffe wie „nachhaltig“ oder „ESG“ im Namen führt, muss mindestens 80 Prozent entsprechend investieren und festgelegte Ausschlüsse, etwa bei fossilen Brennstoffen, einhalten.

Die Regeln ändern sich weiter. Die EU verhandelt eine Neufassung der Offenlegungsverordnung, die Artikel 8 und 9 durch klar definierte Produktkategorien ersetzen soll. Bis sie angewendet wird, dürften noch einige Jahre vergehen.

Und die Rendite? Nachhaltige Portfolios sind anders zusammengesetzt als der Gesamtmarkt, meist mit weniger Energie- und Rohstoffwerten. Das führt zu Phasen, in denen sie besser, und zu Phasen, in denen sie schlechter abschneiden. Ein dauerhafter Renditenachteil ist nicht belegt, ein verlässlicher Vorteil ebenso wenig. Wichtiger als das Label sind Kosten, Streuung und eine Strategie, die Sie auch in schwachen Phasen durchhalten.

Deshalb klären wir zuerst, was Nachhaltigkeit für Sie konkret bedeutet: Ausschlüsse, Klimaziele, messbare Wirkung oder eine Kombination. Danach prüfen wir, welche Fonds diese Kriterien tatsächlich erfüllen und wie sie sich in Ihre Asset Allocation einfügen, ohne die Streuung zu gefährden.

Nachhaltigkeit im Zusammenhang

Nachhaltiges Anlegen berührt diese Themen:

Werte klären. Kriterien prüfen. Streuung erhalten.

„Ein Nachhaltigkeitslabel ersetzt keine Prüfung. Es ist nur ihr Anfang.“

Soll Ihr Vermögen Ihre Werte widerspiegeln?

Wir übersetzen Ihre Vorstellungen in klare Kriterien und prüfen, welche Anlagen sie tatsächlich erfüllen.

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