

PFLEGEVORSORGE
Pflege ist ein finanzielles Risiko.
Die gesetzliche Pflegeversicherung trägt nur einen Teil der Kosten. Der Rest kommt aus Einkommen und Vermögen – im Zweifel über Jahre.
Wer rechtzeitig vorsorgt, schützt sein Vermögen und die eigene Familie.
PFLEGEFALL ABSICHERN
Die Lücke hinter der Pflegeversicherung
Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Teilabsicherung. Sie zahlt je Pflegegrad feste Leistungen, die die tatsächlichen Kosten in der Regel nicht decken. Besonders bei stationärer Pflege kann der Eigenanteil für Pflege, Unterkunft und Verpflegung über Jahre erhebliche Summen erreichen.
Eigenanteil im Pflegeheim: im Bundesdurchschnitt 3.364 Euro im Monat im ersten Jahr – davon 2.088 Euro für die Pflege selbst, der Rest für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten (vdek, Stand 1. Juli 2026). Gesetzliche Zuschläge senken den Pflegeanteil mit zunehmender Aufenthaltsdauer, die Lücke bleibt aber erheblich.
Wen die Lücke trifft
Zuerst die Pflegebedürftigen selbst: aus laufender Rente und vorhandenem Vermögen.
Das Vermögen: Eine längere Pflegephase kann Kapital aufzehren, das für den Partner oder die nächste Generation gedacht war.
Auch zu Hause: Die meisten Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Ambulante Dienste, Haushaltshilfen oder der altersgerechte Umbau kosten oft mehr, als die gesetzlichen Leistungen decken.
Was eine Pflegezusatzversicherung leistet
Lücke schließen: Differenz zwischen tatsächlichen Kosten und gesetzlichen Leistungen.
Wahlfreiheit: Pflege zu Hause oder im Heim entscheidet nicht das Geld.
Familie entlasten: Partner und Kinder müssen nicht finanziell einspringen.
Vermögen schützen: für die Familie aufgebautes Kapital bleibt erhalten.
Die Tarifarten
Pflegetagegeld: vereinbarter Tagessatz, gestaffelt nach Pflegegrad, frei verfügbar. Bei 35 Euro Tagessatz sind das in Pflegegrad 5 rund 1.050 Euro im Monat, in niedrigeren Pflegegraden ein geringerer Anteil.
Pflegekostenversicherung: erstattet nachgewiesene Kosten.
Pflegerentenversicherung: Pflegeschutz mit Kapitalaufbau.
Unterschiede im Detail: Wartezeiten, Staffelung nach Pflegegrad, Beitragsbefreiung ab einem bestimmten Pflegegrad.
Was eine Absicherung kostet
Allianz PflegetagegeldBest: Eintrittsalter 30, Tagessatz 105 Euro (3.150 Euro im Monat) für 72,24 Euro monatlich. Eintrittsalter 63, Tagessatz 35 Euro (1.050 Euro im Monat) für 106,68 Euro monatlich.
AXA Pflegevorsorge VARIO, Eintrittsalter 35: Basis ab Pflegegrad 4 (bis 500 Euro im Monat) für 8,15 Euro, Komfort ab Pflegegrad 2 (bis 1.400 Euro) für 35,47 Euro, Premium ab Pflegegrad 1 (bis 1.900 Euro) für 63,78 Euro monatlich.
Was die Beispiele zeigen: Das Eintrittsalter treibt den Beitrag stärker als die Leistungshöhe. Und günstige Grundtarife leisten oft erst in den hohen Pflegegraden – obwohl die meisten Pflegefälle in den Pflegegraden 2 und 3 liegen.
Beispielbeiträge laut Anbieterangaben, Stand Oktober 2026. Beiträge sind nicht garantiert und können angepasst werden.
Oft übersehen
Die Eltern: Ob Kinder für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen müssen, ist gesetzlich geregelt und betrifft heute nur noch Personen mit sehr hohem Einkommen. Für sie wird die Pflegevorsorge der Eltern zum eigenen Planungsthema.
Vollmachten: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung regeln, wer im Pflegefall entscheiden darf.
Kein Thema für später. Die Beiträge sind umso günstiger, je früher Sie abschließen, und der Gesundheitszustand entscheidet über den Zugang. Wie groß Ihre Lücke tatsächlich ist, hängt von Ihrem Einkommen im Alter, Ihrem Vermögen und Ihren Vorstellungen von Pflege ab – und lässt sich konkret berechnen.
Pflege im Zusammenhang
Pflegevorsorge berührt Vermögen, Ruhestand und Familie:
Lücke kennen. Vermögen schützen. Rechtzeitig handeln.
„Pflegevorsorge schützt nicht nur Sie selbst, sondern auch das, was Sie weitergeben möchten.“

